Historie der ehemaligen kommunalen Arbeitsgruppe DSL für Cunewalde
02.12.2009
Aufbau der Breitbandversorgung in der Albert-Schweitzer-Siedlung beginnt! Gemeinde verlegt Leerrohre! - Wir verabschieden uns!
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Bürgerinnen und Bürger,
in einem Radiointerview in den letzten Tagen gegenüber Radio PSR hat der Bürgermeister, natürlich sarkastisch, erwähnt, dass wir als
Gemeinde Cunewalde die einzige Gemeinde sind, die sich seit Jahren erfolgreich gegen eine Versorgung mit Breitbandtechnologie wehrt.
Diesen Kampf verlieren wir nun Schritt für Schritt und begeben uns daher auf einen geordneten Rückzug. Dieser Rückzug ist aber,
zumindest in Teilen, erfreulicher Natur. Mehr können und konnten wir mit unserer ehrenamtlichen Arbeit, die viele Stunden am Tage
in Anspruch nahm, nicht verrichten.
Zum Stand 2. Dezember lässt sich das Erreichte wie folgt zusammenfassen:
- Der Gemeinderat hat für das Projekt „DSL für Cunewalde“ die erste Phase des Ausbaus des Betreiberprojektes bestätigt. Hiernach wird in den nächsten Wochen die ortsansässige Firma Radio-Brückner eine Breitbandversorgung für die Albert-Schweitzer-Siedlung aufbauen. Wohnungsgenossenschaft und Eigentümergemeinschaften stellen hierfür ihr Netz für 3 Jahre kostenlos zur Verfügung, unter der Bedingung, dass innerhalb dieser 3 Jahre die Firma Radio-Brückner auch den Standort Friedensaue in Mittelcunewalde versorgt. Die Versorgung in der Albert-Schweitzer-Siedlung erfolgt leitungsgebunden über die Gemeinschafts-antennenanlage. Im ersten Ausbauschritt wird das Signal an die Albert-Schweitzer-Siedlung per Funk herangeführt. Basierend auf der verwendeten Technologie und Zuleitungsbandbreite, ist es möglich die ganze Gemeinde Cunewalde und Ortsteile mit Breitbandinternet zu versorgen. Ob das Signal per Kabel oder Funk zum Nutzer geführt werden kann, wird dabei von den örtlichen Gegebenheiten abhängen. Natürlich kann der Ausbau nur schrittweise erfolgen und ist auch von der aktiven Nachfrage in den einzelnen Ortsteilen abhängig. Eine Erweiterung des Netzes auf Weigsdorf-Köblitz und den Weigsdorfer Berg, per W-LAN, ist bereits in Planung.
- Parallel hierzu hat die Gemeinde Cunewalde die Firma Telekabel Ingenieurgesellschaft (TKI) mit der Planung der Leerrohrverlegung im Ortsnetz Cunewalde beauftragt, der Geschäftsführer Herr Dr. Pohler hat das Konzept in der letzten Gemeinderatssitzung auch vorgestellt. Hier wird die Gemeinde schrittweise die Planung und die Verlegung von Leerrohren unter Ausnutzung der Förderung des Frei- staates Sachsen (hier haben wir bereits dazu berichtet) realisieren, in einem ersten Schritt soll ein Leerrohrsystem verlegt werden, welches die kabelgebundene Breitbanderschließung von Cunewalde erleichtert und für interessierte Unternehmen erschwinglich macht, da keine zusätzlichen Kosten für Tiefbau entstehen. Die Gemeinde stellt die Leerrohre in den ersten 5 Jahren kostenfrei zur Verfügung.
- Am 2. Dezember ging die offizielle Mitteilung von Vodafone ein, dass der Sendemast im Zieglertal in Betrieb ist und somit über die UMTS-Technologie entsprechende Breitbandübertragungstechnologien zur Verfügung stehen.
Natürlich werden jetzt alle Interessenten viele Detailfragen haben. Zum Beispiel:
- Zu welchen Konditionen und technischen Rahmenbedingungen werde ich in der Albert-Schweitzer-Siedlung versorgt?
- Umfassen die Angebote nur Internetnutzung oder auch Telefonie?
- Wann kann ich im Kernort Cunewalde mit einer Erschließung rechnen?
- Lohnt es sich für mich, wenn ich zum Beispiel im Ortsteil Cunewalde wohne und Mitglied der Antennengemeinschaft bin, noch zwischenzeitlich Verträge mit Funkanbietern abzuschließen?
Sicherlich werden auch nicht gleich alle Fragen beantwortet werden können, da wir in die Arbeitsabläufe und den Aufbau des
Versorgungsgeschäftes nicht mehr direkt eingebunden sind. Wir beabsichtigen aber, gemeinsam mit der Firma Brückner, nochmals
voraussichtlich ab Ende Januar bis Anfang März DSL-Sprechstunden im Cunewalder Gemeinde- und Bürgerzentrum oder in der
Albert-Schweitzer-Siedlung abzuhalten.
Zwischenzeitlich hatten wir mangels Betreiberalternativen sogar mit dem Bürgermeister ins Auge gefasst einen Verein zu gründen,
der die gesamte Breitbandversorgung technisch und wirtschaftlich in die Hand nimmt. Hier bitten wir aber um Verständnis, dass
wir hier wirtschaftlich, aber auch haftungsrechtlich überfordert gewesen wären. Eine Versorgung über eine kommunale GmbH
(z. B. die Wärmeversorgung Weigsdorf-Köblitz GmbH oder die Cunewalder Tal Immobilien GmbH) ist aus gemeinderechtlichen
Gründen nicht möglich und wäre auf Grund der schwierigen Prüfvorschriften auch sehr teuer!
Natürlich sind mit der jetzigen Lösung weiß Gott nicht alle Blütenträume gereift, aber ein Anfang geschaffen. Eine von uns
angestrebte, leitungsgebundene Komplettlösung für Cunewalde ist leider aus Gründen, die wir nicht zu vertreten haben nicht möglich.
Wir als langjährige Mitglieder der Initiativgruppe AG DSL können nunmehr zum weiteren Gelingen nichts mehr beitragen, da wir kein
Versorger sind. Unsere Aufgabe war es, Bürgerschaft und Politik ständig auf die Probleme fehlender Breitbandversorgung hinzuweisen
und ein Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und Nutzern zu sein. Dieser Aufgabe haben wir uns ehrenamtlich gestellt, jetzt wünschen
wir der Gemeinde ein schnelles Planen und Realisieren der Leerrohrverlegung und kein damit verbundenes Förderchaos und der
Firma Brückner zufriedene Kunden.
Die Weichen für DSL in Cunewalde sind nunmehr auf das Bestmögliche gestellt, ab jetzt liegt das Gelingen der Erschließung
in den Händen der handelnden Firmen und natürliche der potenziellen Kunden.
Unsere Kommunikationsplattform im Internet und den E-Mail Verteiler werden wir voraussichtlich zum 1.1.2010 schließen.
Ansprechpartner für die Versorgung in der Albert-Schweitzer-Siedlung ist ausschließlich die Firma Brückner, Herr Andreas Brückner,
Tel.: 27861.
Ihre Arbeitsgruppe DSL
Ihr Bürgermeister Thomas Martolock
01.12.2009 Funkmast am Zieglertal - ist in Betrieb!
Nach Mitteilung durch Vodafone D2 vom 01.12.2009 ist der neue Sendemast am Zieglertal am 02.12.2009 in Betrieb
gegangen.
Es wird weiterhin mitgeteilt, dass mit der Inbetriebnahme die gesamte Gemeinde Cunewalde mit schnellem mobilen Internet
über Vodafone versorgt werden soll. Die Mobilfunkstandorte in Cunewalde ermöglichen somit Datenraten von derzeit
bis zu 3,6 Mbit/s im Download, was vergleichbar mit heutigen DSL-Anschlüssen ist. Im Upload sind hier bis zu
1,4 Mbit/s möglich. HSDPA ist noch nicht verfügbar!
20.08.2009 Leerrohrverlegung in den Nachtragshaushalt aufgenommen - Zwischeninformationen zum aktuellen Arbeitsstand
1. Aufbau einer eigenen Versorgungsstruktur und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
Wie im Mai angekündigt, hat der Gemeinderat, da Hilfe von außen nicht zu erwarten war,
dem Bürgermeister ermächtigt, den Aufbau einer eigenen Struktur tiefgründig zu
untersuchen. Diese Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, konzentrieren sich
jedoch zur Zeit auf das Modellprojekt der Versorgung des Wohngebietes
Albert-Schweitzer-Siedlung, da hier die technischen Gegebenheiten vorhanden sind
(Kupferkabel eines privaten Versorgungsunternehmen anliegend) und gleichzeitig die
höchste Einwohnerdichte vorhanden ist. Erst wenn die Untersuchungen ergeben,
dass ein Aufbau einer eigenen Versorgungsstruktur wirtschaftlich ist, können wir
weitergehende Beschlüsse zum Aufbau einer flächendeckenden kommunalen
Versorgung treffen - diese Untersuchungen müssen wir erst abwarten! Der Aufbau einer
Versorgungsstruktur ist im ersten Schritt mit Investitionskosten von über 80 T€ verbunden, für
die natürlich die Refinanzierungskalkulation feststehen muss.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Partnern, die uneigennützig diese Projektphase
begleiten, dies sind die ENSO in Dresden und ihr Tochterunternehmen die Firma DesaNet,
die Antennengemeinschaft Obercunnersdorf, die WG "Friedensaue"
und natürlich die Mitglieder der AG DSL.
2. Verlegung von Leerrohren
Der Gemeinderat hat im Nachtragshaushalt am 20.8.09 der Durchführung
der Investition Verlegung von Leerrohren im Rahmen der Förderrichtlinien zum Aufbau
einer Leerrohrinfrastruktur zur Breitbandversorgung zugestimmt. Somit möchten wir nun
die entsprechende Förderung und die ersten Leistungen noch in diesem
Jahr auf den Weg bringen, d. h. das Förderverfahren und die technische Planung
abschließen, im günstigsten Fall bereits erste Leerrohre verlegen.
Diese Infrastruktur soll im ersten Schritt die Schwerpunkte Albert-Schweitzer-Siedlung (ASS) und Siedlungsweg mit der Kopfstation
der Antennengemeinschaft Cunewalde verbinden. Richtig ist auch, dass man nur mit
Leerrohren noch nicht mit Breitband telefonieren oder surfen kann! Mit der
Förderung von 90 % verspricht sich der Bund, dass nach der Investition durch die
Gemeinde - das Leerrohrsystem bleibt für immer im Eigentum der Gemeinde, andere
Anbieter durch diese ihre Kabel verlegen.
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es vergeht kaum ein Tag, an welchem ich sowohl dienstlich als auch privat, ebenso wie
die Mitstreiter der AG zum neuesten Stand befragt werden.
Ich kann mehr als nachvollziehen, dass die derzeitige Situation nicht zufrieden
stellend ist, am wenigsten für die Gewerbetreibenden, Selbständigen, Privatpersonen und
Bürgerinnen und Bürger die für ihre berufliche Existenz auf eine Breitbandtechnologie
angewiesen sind und natürlich auch für mich persönlich.
Die AG DSL, Bürgermeister und Gemeindeverwaltung unternehmen alle
erdenklichen Schritte, um diesen Zustand zu beenden. Letztendlich kämpfen wir einen
Kampf, der dem DFB-Pokalspiel eines Fünftligisten mit einen Champions-League-Teilnehmer
gleicht. Ca. 100 Städte und Gemeinden in Deutschland Ost wie West mit
Einwohnerzahlen von weniger als 100 bis zu 50.000 wie die Stadt Karsten
in NRW stehen vor diesem Problem.
Es gibt viele gut gemeinten Ansätze und Programme seitens Bund und Länder, z.B.
Förderung von Leerrohrverlegung die erst vor kurzem neu beschlossen
wurden. Sie alle führen aber zu keiner kurzfristigen Lösung, da sie erst umgesetzt
und investiert werden muss.
Definitiv werden wir jedoch die Leerrohrinfrastruktur entsprechend verlegen, da wir
hierzu durch den hohen Fördersatz und die komplette Nutzbarkeit der Bahntrasse beste
Voraussetzungen haben, auch für künftige Generationen, auch wenn die Leerrohre eines
Tages nicht für DSL sondern für andere Themen benötigt würden.
Inwiefern wir in der Lage sind, eine eigene Versorgungsstruktur
aufzubauen, werden wir in den nächsten Wochen am Beispiel der Kalkulation in der
ASS testiert bekommen. Wir werden dann kurzfristig entscheiden ob es lohnt,
in dieser Richtung fortzufahren.
Ihr Bürgermeister Thomas Martolock
01.07.2009
Freistaat verbessert erfreulicherweise Förderbedingungen - Förderneustart in Cunewalde
Liebe Interessenten,
an dieser Stelle möchten wir Sie, wie gewohnt, über den aktuellen Stand des Projektes Breitband für Cunewalde informieren.
natürlich haben wir Verständnis, wenn die vielen Breitbandinteressenten berechtigt nach den Ergebnissen unserer Arbeit fragen -
bekanntlich ist nach wie vor kein Breitband verfügbar. Wir sind jedoch, einschließlich dem Bürgermeister, mit diesem Thema ähnlich
genervt wie die Interessenten auch, da sich in der Angelegenheit manchmal viel zu wenig bewegt, insbesondere überall dort, wo wir es nicht
beeinflussen können.
In den vergangenen Monaten waren eine Vielzahl von Schritten zu veranlassen, die schon aus rechtlichen Gründen einige Zeit in Anspruch
nahmen. Der Hauptgrund für das Stillstehen in den letzten Monaten war jedoch die positiv geänderte Förderpolitik von Bund und
Freistaat. Diese stellt sich jetzt wie folgt dar:
Anders als bis zum Frühjahr diesen Jahres, wo die Gemeinde eine öffentliche Ausschreibung des gesamten Ortsnetzes mit einer
Breitbandversorgung vornehmen sollte, wofür wir allein organisatorisch und insbesondere fachlich völlig überfordert sind und teure Büros
einschalten müssen, schließlich ist die Gemeindeverwaltung und die Arbeitsgruppe DSL nicht die Telekom, hat man uns nunmehr eine
Förderoption angeboten. Diese sieht wie folgt aus:
- Die Gemeinden können in ihrem kommunalen Straßen- und Wegenetz selbst die kompletten Tiefbau- und Leerrohrverlegearbeiten für die Verlegung von neuen Telekommunikationskabeln durchführen. Diese Förderung der so genannten Leerrohrverlegung umfasst 90 % der Bruttobaukosten. Die Förderung wird den Gemeinden alternativ (nicht zusätzlich!) zur bisherigen Ausschreibung gewährt.
- Es versteht sich von selbst, dass der Technische Ausschuss und der Gemeinderat nunmehr dieses geänderte Förderprogramm in den Haushalt aufnimmt. Dies bedeutet auch, dass wir uns von den bisher empfohlenen Ausschreibungen der TKI-Leistungen zurückziehen.
- Die Förderrichtlinie selbst ist erst seit Ende Mai in Kraft - Die Förderung ist gut gemeint, bedeutet für uns aber, dass wir wieder einige Monate eingebüßt haben, da ein vorzeitiger Beginn nicht möglich ist. Andernfalls wären wir, wie im vergangenen Jahr, wieder auf Kosten sitzen geblieben.
- In den nächsten Wochen und Monaten - soll noch der alte Gemeinderat hierzu einen Beschluss fassen, damit die Durchführung von Leerrohrverlegemaßnahmen geplant und schrittweise in Auftrag gegeben werden kann. Die Verlegung selber ist technisch vorgeschrieben. Die Trassen wurden bereits untersucht. Hierbei sollen in einem ersten Schritt Lehrrohre zwischen den Kopfstationen der Antennenanlagen am Siedlungsweg und an der Albert-Schweitzer-Siedlung immer analog der alten Bahntrasse verlegt werden, um diese perspektivisch im nächsten Jahr zu verbinden. Hier hatte die Gemeinde im Vorfeld zusammen mit der Antennengemeinschaft eine tiefgründige technische Untersuchung des gesamten Netzes der Antennengemeinschaft veranlasst und die Kosten finanziert.
Alternativ hierzu konnten wir technische Anbieter (auch ohne teure Gutachten) finden, die bereits jetzt bis zur
Albert-Schweitzer-Siedlung in der Lage sind, entsprechende große Datenmengen mittels Kupferkabel zu vermitteln. Wir werden daher in den
nächsten Wochen speziell nochmals die Albert-Schweitzer-Siedlung konkret auf die Wirtschaftlichkeit des Errichtens einer
Breitbandversorgung untersuchen. Dies bedeutet konkret, dass wir in einem ersten Schritt, nach Möglichkeit noch in diesem Jahr,
am Standort Albert-Schweitzer-Siedlung Breitband anbieten möchten, was definitiv mit relativ geringem Investitionsaufwand möglich ist,
um dann schrittweise die Verbindungen in Richtung Ortslage zu bringen. Zu diesem Zweck werden wir voraussichtlich im Sommer nochmals
eine detaillierte Kundenbefragung starten. Im Ergebnis dieser Kundenbefragung soll dann auch die Betreiberform (Betreibung über eine
kommunale Gesellschaft, Betreibung über eine kommunale Unternehmensform oder eine andere Variante) gefunden werden.
Die Voraussetzung ist natürlich auch für uns, dass die Versorgung wirtschaftlich ist. Vorausgesetzt mindestens ca. 20 % der Haushalte
im Bereich der Albert-Schweitzer-Siedlung würden die angebotenen Dienste d. h. Breitband, Internet und Internettelefonie per Vertrag
in Anspruch nehmen, wäre eine solche Wirtschaftlichkeit gegeben.
Darüber hinaus haben wir uns in den letzten Wochen auch mit anderen Antennengemein-schaften verständigt, die auf uns hinzugekommen
sind und uns ihre Hilfe angeboten haben, da sie in ihren Versorgungsbereichen bereits Breitband, Internet und Internettelefonie anbieten.
Gerade diese Zusammenarbeit ist im Interesse der Kostenminimierung, natürlich sehr interessant. Es gibt in der Oberlausitz noch
mehrere Täler der Ahnungslosen, die mittlerweile erfolgreich und zu geringen Kosten über die Netze ihrer Antennengemeinschaft diese
Dienste anbieten. Noch ein Hinweis an potentielle Kunden.
Natürlich können wir als ehrenamtliche Arbeitsgruppe „DSL“ keinem Interessenten Ratschläge erteilen, ob es sich lohnt zurzeit
Verträge mit anderen Anbietern abzuschließen oder bereits bestehende zu verlängern. Hierzu sind ganz einfach viel zu viele Faktoren
durch uns nicht beeinflussbar.
Die erheblich verbesserte Versorgung mit Funktechnologien im Cunewalder Tal - hier haben wir übrigens und insbesondere die
Gemeindeverwaltung erheblichen Anteil daran, dass endlich neue Maststandorte errichtet werden - hat die Versorgungsdefizite
schon erheblich reduzieren können und stellt zurzeit natürlich eine der besten und kurzfristigsten Alternative dar. Sämtliche
Gutachten empfehlen uns aber, um eine flächendeckende Lösung für ganz Cunewalde zu erreichen, die leitungsgebundene Variante
nach wie vor voranzutreiben. Die Aussage vom Bund, wonach das Thema Ende 2010 abgeschlossen wird, ist daher nach wie vor aktuell!
Ihre Arbeitsgruppe DSL
01.03.2009 Arbeitsgruppe "DSL für Cunewalde" informiert:
Liebe Mitstreiter, an dieser Stelle heute ein paar kurze Zwischeninformationen.
Bekanntermaßen hat die Gemeinde die Ausschreibung der Versorgung mit Breitband noch
nicht veranlasst, da mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zusätzliche
Unterstützungen zur Lösung des Problems in Aussicht gestellt werden.
Seit Ende Februar liegt nunmehr die Breitbandstrategie der Bundesregierung vor.
Interessierte können dieses umfangreiche Werk unter der Homepage der Bundesregierung
www.BMWI.de (Bundeswirtschaftsministerium) oder der Rubrik
www.zukunft-breitband.de
downloaden (es ist zwar relativ lang, aber von der Datenmenge auch für nicht
DSL-Fähige schlank gehalten).
Wir selbst werden uns in den nächsten Tagen zusammen mit dem Bürgermeister und
ggf. auch dem Landratsamt und dem Land auf die weitere Verfahrensweise verständigen.
Der Bund kündigt in seiner Breitbandstrategie an, dass er den Aufbau der Breitbandnetze mit bis zu 90 %
in den nächsten beiden Jahren fördern wird (bisher 60 %). Dies liest sich erst
einmal gut! Dann könnte nämlich die Gemeinde statt der bisher geplanten
ca. 60.000 €, ca. 200.000 € in die Hand nehmen.
In den nächsten Tagen wird zudem im Auftrag der Gemeinde und in Abstimmung der
Antennengemeinschaft das Netz der Antennengemeinschaft im Detail technisch untersucht.
Es steht fest, dass es weitestgehend nutzbar ist. Die jetzige Untersuchung soll die
detaillierten Kosten für die Ertüchtigung des Netzes ermitteln. Die Gemeinde hat
damit die Firma TKI Chemnitz beauftragt. Ansprechpartner vor Ort ist hier Herr
René Kreyßig, welcher sich, für den Fall, dass er Ihre Grundstücke betreten muss,
entsprechend ausweisen wird.
Bitte fallen Sie weiterhin nicht auf Haustürgeschäfte herein, wie sie leider
in den letzten Wochen wieder vermehrt zu verzeichnen waren.
Ihre Arbeitsgruppe "DSL für Cunewalde"
01.01.2009 - Aktuellen Stand.
In den letzten Tagen des vergangenen Jahres und in den ersten Wochen des Januars
waren wir äußerst fleißig (auch wenn sich das noch nicht in einem Breitbandanschluss
ausdrücken lässt). Wir gehen nämlich nunmehr berechtigt davon aus, dass sich das
Thema fehlende Breitbandversorgung in Gesamtdeutschland definitiv bis 31. 12. 2010
erledigt hat.
Warum? Das Anfang Januar 2009 verabschiedete so genannte Konjunkturprogramm II des
Bundes - offiziell genannt: "Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland
zur Sicherung der Arbeitsplätze, Stärkung der Wachstumskräfte und Modernisierung
des Landes" definiert von insgesamt 14 Beschlüssen im Gesamtinvestitionsprogramm
unter Punkt 6 - Die Breitband-strategie der Bundesregierung.
Nachfolgend dürfen wir Ihnen den Wortlaut des Beschlusses darlegen:
"Die Bundesregierung wird den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben,
kurzfristig Versorgunglücken in der Fläche schließen und den Aufbau von
leitungsgebundenen und funkgestützten Hochleistungsnetzen forcieren.
Konkret:
- Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen
Breitbandanschlüssen abgedeckt sein,
- bis spätestens 2014 75 % und bis 2018 sollen alle Haushalte Deutschlands dann mit
Übertragungsraten über 50 MB/s ausgestattet sein."
Bis Mitte Februar wird die Bundesregierung eine umfassende Breitbandstrategie
vorlegen. Schwerpunkte sind dabei Maßnahmen zur Senkung von Investitionskosten,
Förderaspekte und eine investitions- und wachstumsorientierte Regulierung.
Auch über die Frage schnellgreifender finanzieller Fördermaßnahmen wird die
Bundesregierung im Rahmen dieser Strategie entscheiden.
Wir werden also alles daran setzen, im Rahmen dieses Programms den
flächendeckenden Ausbau mit Breitband in Cunewalde voranzubringen und abzuschließen.
Die Chancen hierfür stehen sehr gut. Das Thema Cunewalde hat auf Grund unserer
großen Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung, bei welchen wir uns nochmals
bei allen Bürgerinnen und Bürgern recht herzlich bedanken, in diesen Verhandlungen
eine große Rolle gespielt. Dies hat dem Bürgermeister Frau Bundestagsabgeordnete
Maria Michalk nochmals bestätigt. Übrigens dies ist kein Schlagwort im reinen
Wahlkampf sondern fraktionsübergreifendes Thema über alle Parteien. Es muss also
keiner Sorge haben, dass nach dem Superwahljahr 2009 das Thema beerdigt wird.
Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir daher, nicht wie angekündigt,
Anfang Januar bereits die Versorgung von Cunewalde als öffentliche Leistung
ausgeschrieben haben, sondern noch warten, bis die zusätzlichen Finanzhilfen
konkret feststehen. Gekoppelt mit den Aussagen der konkurrierenden Anbieter zur
Telekom Ende letzten Jahres wird sich also hier entscheidendes bewegen.
Selbstverständlich arbeiten wir jedoch nach wie vor parallel. Aufgrund unserer
guten Zusammenarbeit und des sehr freundlichen Entgegenkommens der
Antennengemeinschaft Cunewalde haben wir die ersten grundsätzlichen
technischen Untersuchungen zur Nutzbarmachung des Kabelnetzes der
Antennengemeinschaft für die Breitbandversorgung abgeschlossen. Zwar könnten hier
leider nicht alle Haushalte erreicht werden (Versorgungsgrad 70 %), jedoch ist
auch diese Variante besser als keine Lösung.
Fazit: Das Netz ist nutzbar.
Kurzfristig hat daher die Gemeinde an dieser Stelle nochmals ein Fachgutachten in
Auftrag gegeben, welches die Verwendungsfähigkeit und die Investitionskosten für die
Nutzung dieses Netzes genau testiert.
Es kann durchaus sein, dass die von uns
beauftragte Firma Telekabel Ingenieurgesellschaft mbH Chemnitz, hier vertreten
durch den Projektingenieur Herrn Dipl.-Ing. Rene Kreyßig auch einzelne
Antennenanschlussnehmer direkt befragt, weil es durchaus Rückfragen bis zum
letzten Hausanschluss geben kann. Vorrang hat aber nach wie vor die flächendeckende
Variante (s. o.).
Das Thema fehlender Breitbandversorgung findet zudem nunmehr auch in
Kreistagsdebatten statt, da es von kleinen Populisten aufgegriffen wird,
die natürlich Cunewalde noch nie gesehen haben. Zudem hat der Bürgermeister in den
vergangenen 2 Wochen umfangreiche Spitzengespräche geführt u. a. mit dem
Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages in Dresden, mit dem Ziel
mit dem Sächsischen Umweltministerium eine Vereinfachung der Förderung zu erreichen.
Es versteht sich natürlich auch von selbst, dass wir uns nochmals direkt an den
Kanzleramtsminister im Bundeskanzleramt Herrn Dr. de Maizière schriftlich gewandt
haben, der in seinem Ministerium das komplette Konjunkturpaket schürt und somit
auch die Breitbandstrategie mit in seinem Hause bearbeiten wird.
Cunewalde dürfte ihn hierbei noch in bester Erinnerung sein. Der Kontakt wird zudem
auch über die Bundestagsabgeordneten Frau Michalk (CDU) und Frau Behm
(Bündnis 90 Die Grünen) die auch unseren Mitstreitern bekannt sind, gehalten.
Nicht nur am Rande bemerkt soll zudem auch, dass die Baugenehmigung für den
Vodafonefunkmast am Standort der ehemaligen Deponie Zieglertal nun eingegangen ist.
Zurzeit laufen durch Vodafone noch die technischen Abstimmungen
(Kabelheranführung etc.). Mit dem Bau soll noch im ersten Halbjahr begonnen werden.
Da sich auch der zweite Funkmaststandort von O2 auf dem Matschenberg im
Genehmigungsverfahren befindet, können wir sicher sein, dass sich auch im Bereich
Funkversorgung und insbesondere UMTS bis Ende diesen Jahres viele weiße Flächen
auf der Cunewalder Landkarte erledigt werden haben.
Ihre Arbeitsgruppe DSL
Bürgerforum vom 29. Oktober 2008
Sehr geehrte Mitstreiter,
nach monatelanger nicht durch uns zu vertretenden zeitlicher Verzögerung gibt es viele Neuigkeiten, die uns
nunmehr auf ein positives Ergebnis noch in diesem Jahr hoffen lassen.
Wie vorangekündigt haben wir im Rahmen der von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am 29. 10.
veranstalteten Forum "DSL für alle - Internetversorgung in der Oberlausitz" die erste Auswertung unserer
Haushalt- und Unternehmensbefragung vorgestellt. Das Ergebnis ist mehr als deutlich und lässt uns hoffen.
Darüber hinaus ist dazu ein 60seitiges Gutachten im Auftrag der Gemeinde Cunewalde erstellt worden, welches
zweifelsfrei diesen Bedarf auch wissenschaftlich nachweist, mit dem Endergebnis, das eine Versorgung in
Cunewalde bis auf ganz wenige Ausnahmen flächendeckend möglich sein sollte und der Wettbewerb dieses ergibt.
Der derzeitige Stand lässt sich wie folgt zusammenfassen.
- Der Bedarf an Breitbandversorgung im Cunewalder Tal ist zweifelsfrei überwältigend nachgewiesen.
- Branchenführer müssen sich warm anziehen, für den Fall, dass andere technische Lösungen zum Inhalt kommen, wird es in Größenordnungen eine Kundenabwanderung geben.
- Die Gemeinde wird in den nächsten Wochen eine entsprechende öffentliche Ausschreibung der Breitbandversorung im Cunewalder Tal anbieteroffen veranlassen.
Diese eigentliche Ausschreibung wird auf Grund der Fristvorschriften einige Wochen in Anspruch nehmen,
vielleicht noch vor Weihnach- ten, realistischer Weise bis Mitte Januar, denken wir einen verlässlichen
Anbieter gefunden zu haben, welcher Cunewalde zu den von uns definierten Bedingungen auch verlässlich und
kostengünstig mit einer Flatrate versorgt.
Abschließend noch eine Bitte. Wir sind genau so unzufrieden, dass wir noch keine endgültige Lösung haben wie
sie. Außer den Bürger- meistern sind alle Mitstreiter der AG DSL ehrenamtlich tätig. Die großen zeitlichen
Verzögerungen - wir hatten eine andere ehrgeizige Zeitschiene und wollten noch vor den Sommerferien fertig sein,
können weder die Gemeindeverwaltung noch wir beeinflussen. Sie lagen an den äußerst bürokratischen
Förderverfahren. Ohne Förderung hätten wir aber auch die bisher entstandenen Kosten für Gutachten niemals in der
Gemeinde Cunewalde aufbringen können. Drücken Sie uns nun die Daumen, dass dieses nunmehrige
Ausschreibungsverfahren schnellstens begonnen werden kann. Auch hierzu müssen noch einige bürokratische
Fördervorschriften erfüllt werden, damit sich dann die Schlussfolgerung des Gutachtens im Wettbewerb
auch bestätigt.
Das Gutachten wird in der Gemeinderatssitzung am 20.11.2008 im Gemeinde- und Bürgerzentrum vorgestellt,
ein Besuch lohnt sich!
Aktuelle Informationen September 2008
Nach der kurzen Sommerpause wollen wir an dieser Stelle aktuelle
Informationen zum Stand der Aktivitäten unserer Arbeitsgruppe mitteilen.
Nachdem wir unsere Bürgerbefragung mit dem Ergebnis von ca. 1500 zurückgegebenen
Fragebogen abgeschlossen haben, hatte sich die AG in ihrer letzten Beratung mit
der Prüfung der Angebote für eine umfassende Analyse der Fragebogen beschäftigt.
Des Weiteren haben wir sofort im Juni den Antrag auf Förderung an das Sächsische
Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) gestellt, durch welchen die Kosten
für die Analyse abgedeckt werden sollen. Leider ist unser Antrag bis Ende Juli nicht
bearbeitet worden, da sich durch die Kreisgebietsreform die Zuständigkeiten für
die Antragstellung geändert haben und anstelle des Amtes für Ländliche Neuordnung
in Kamenz nun das Landratsamt Bautzen, Amt für Kreisentwicklung in Kamenz,
zuständig ist. Dieses Amt ist aber durch den Umzug und das neue Aufgabengebiet
noch nicht in vollem Umfang arbeitsfähig.
Sind die Mittel dann bewilligt, werden wir umgehend die Analyse in Auftrag geben und
in deren Resultat wird dann eine 2. Bürgerversammlung auf die derzeitige Situation
und die Machbarkeit einer DSL-Versorgung mit unterschiedlichen technischen Mitteln
eingehen und umfassend informieren.
Parallel zur Analyse wird ein durch die Gemeindeverwaltung beauftragtes Unternehmen
eine Ausschreibung zur Umsetzung der DSL-Versorgung vornehmen. Im Resultat dieser
Ausschreibung wird dann ein Unternehmen ausgewählt, das eine kostengünstig
umsetzbare Lösung bietet. Diese Lösung soll dann durch eine weitere Förderung
des SMUL aufgebaut werden und ab 2009 eine DSL-Versorgung in Cunewalde ermöglichen.
Weiterhin im Gespräch ist natürlich eine Lösung durch die T-Com. Technische
Tests zum Übertragen von DSL über die in Cunewalde vorhandene Linientechnik
"Hytas 94" sind im Gange und bis ca. Jahresende ist auch hier eine Aussage zu
erwarten, ob diese Technologie zum Einsatz kommen wird.
Lassen Sie sich bitte auch nach wie vor nicht von ständigen Marktofferten kleinerer
Anbieter, aber auch von Branchenführern, in die Irre leiten, die alle samt unter
dem Thema agieren, für Cunewalde eine Breitbandtechnik anzubieten. Dass dies
möglich ist, wissen alle Fachleute, das Problem ist, dass nach wie vor alle diese
Offerten für den Otto-Normalverbraucher nicht bezahlbar sind.
Sehr weit fortgeschritten sind zudem die Genehmigungsverfahren für die Neuerrichtung
der beiden Maststandorte von Mobilfunkanbietern,von Vodafone auf dem Standort
der ehemaligen Deponie im Zieglertal und von O2 auf dem ehemaligen Hexenbrennplatz
am Matschenberg.
Beide Unternehmen wollen schnellstmöglich investieren.
Hoffen wir nur, dass auf dem Weg durch die Behörden, keine unnötigen Probleme
aufgebaut werden, wie es vor zwei Jahren am Standort Zieglertal leider schon
einmal der Fall war. Diese Funkmasten sind zur jetzigen Phase keine Lösung für
unser DSL-Problem, beseitigen aber dennoch und das ist sehr wichtig, im Bereich
der Mobilfunkversorgung die noch vorhandenen Funklöcher und helfen uns somit auch
hier einen Schritt weiter.
Ihr Bürgermeister und Ihre Arbeitsgruppe DSL
Einwohnerversammlung zum Thema DSL in Cunewalde am 26. 02. 2008
Vorweggenommen: Diese Einwohnerversammlung kann durchweg als positiv bezeichnet werden
und hat den Weg für ein gemeinsames Handeln geebnet!
Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister, Herrn Martolock gab dieser, unterstützt
durch eine PowerPoint Präsentation, einen kurzen Überblick über die Geschichte des
Cunewalder Telefonnetzes, die Schwierigkeiten bei der Verfügbarmachung von DSL und
den derzeitigen Stand. Anschließend hat Herr Deubner im Namen der Interessengemeinschaft
DSL die bisherigen Aktivitäten und deren Ergebnisse bzw. Schwierigkeiten erläutert.
Nachdem einige wenige Fragen zum bisher gehörten beantwortet wurden, nahm ein
Vertreter von Vodafone Stellung zum Ausbauprogramm der UMTS-Versorgung. Er wies
eindeutig darauf hin, dass Vodafone trotz grenzwertiger Wirtschaftlichkeit gewillt
ist, das UMTS-Netz in Cunewalde auszubauen. Leider konnte er bestätigen, dass für den
Bereich Weigsdorf-Köblitz keine Verbesserung zu erwarten sei!
Angemerkt zur UMTS-Bereitstellung sei hier noch, dass dies aus folgenden Gründen
keine echte DSL Alternative darstellt:
Ausreichende Bandbreite nur im Kernbereich der Funkzelle, mit zunehmender Entfernung zum Mast sind Empfangsstörungen bis hin zum Abbruch möglich.
- Versorgung des gesamten Ortsbereiches nicht möglich!
- Hoher Kostenaufwand, Keine Flatrate - 19 Euro / 1000MB, 29 Euro/5000 MB.
- Zusätzliche Hardwarekosten von ca. 150 Euro für den Anschluss mehrerer PC.
Als nächster Redner gab Herr Kuschnig vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft einen Überblick über ein Förderprogramm zum Schließen von Versorgungslücken in der DSL-Versorgung. Dieses Förderprogramm beinhaltet die finanzielle Unterstützung von unversorgten Kommunen. Voraussetzung ist die Ausschreibung der Leistungen und eine Eigenbeteiligung der Kommune nach vorausgehender Bedarfsermittlung und umfangreichen Studien zur technischen Umsetzung. Diese Möglichkeit werden wir in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung prüfen und ggf. beantragen.
- die wirtschaftlich vertretbar ist,
- deren Wirtschaftlichkeit durch eine öffentliche Förderung unterstützt werden kann und
- die ehrenamtlicher Mithilfe und Engagement für die Umsetzung erfordert.
Zusätzlich sollten durch Gewerbetreibende und Bürger technische Anträge und Aufträge
in eine Anbieterrichtung - nämlich zukunftssicher zu T-Com - geleitet werden.
Voraussetzung für eine eventuelle öffentliche Förderung ist jedoch ein Anbieter
neutrales Bieter- und Angebotsverfahren - die Förderrichtlinien hierfür, die vom
Land erarbeitet wurden, sind noch nicht in Brüssel bestätigt. Hier müssen noch
mehrere Monate "Zeitverzug" eingeplant werden, wenn öffentliche Mittel verwendet
werden sollen, etwa um die monatlichen Kosten für Nutzer günstiger zu gestalten.
Als letzten Rednerbeitrag hatte Herr Penno noch einen Vortrag über eine
Bürgerinitiative in Fell vorbereitet, die zum Ergebnis hatte, einen Verein zu
gründen und die Versorgung von DSL mittels WLAN selbst in die Hand zu nehmen
(http://www.fellweb.de).
Ergänzt wurde dieser Beitrag noch durch Herrn Hohlfeld, der darauf hinwies,
dass dies zwar eine Übergangslösung werden kann, aber die für eine zukunftssichere
Verwendung für modernes Internet und Telekommunikation benötigten hohen Bandbreiten
hier nicht zu erreichen sind. Deshalb sollte es unser dringendstes Augenmerk sein,
weiterhin alles daran zu setzen, T-Com zu einem Ausbau in Cunewalde zu bewegen.
Die zahlreichen Fragen zum Vortrag von Herrn Penno und die Bereitschaft vieler
Anwesender in einem solchen Verein mitzuarbeiten und die Geschicke um eine
Bereitbandversorgung selbst in die Hand zu nehmen haben uns ermutigt, alle
weiteren Aktivitäten in ein solches Projekt zu kanalisieren und bis zum Jahresende
Ergebnisse zu präsentieren, um eine flächendeckende DSL-Versorgung aufzubauen.
Über das genaue Datum einer zweiten großen Versammlung werden wir rechtzeitig informieren.